Titelgrafik: verschiedene Aufgaben von Regieeinheiten: UG ÖEL, Hochwassereinsatz, ABC

Veröffentlichung Bevölkerungsschutz in Städten und Gemeinden des DStGB erschienen

In einer 40-seitigen Veröffentlichung setzen sich der Deutsche Städte- und Gemeindebund und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit allen wesentlichen Aspekten des Bevölkerungsschutzes auseinander. Auf einleitende Aufsätze über das Zusammenwirken der Akteure folgt eine Behandlung der wichtigsten Herausforderungen: Der Klimawandel, der Bedarf an Risikokommunikation und die Anforderungen der Warnung der Bevölkerung stellen Aufgaben an den Bevölkerungsschutz, die nur durch moderne technische Mittel und eine wissenschaftliche Beschäftigung mit diesen Themen erfolgreich behandelt werden können. Abschließend beschreibt die Veröffentlichung, wie der Bund die flächendeckend vorhandenen Potenziale des Bevölkerungsschutzes unterstützt. Die Veröffentlichung mit dem Titel Bevölkerungsschutz in Städten und Gemeinden kann auf der Website des Deutschen Städte- und Gemeindebundes kostenlos heruntergeladen werden.

Mitarbeit an den Empfehlungen zum Drohneneinsatz

Titelblatt der Empfehlungen mit den Symbolen der Organisationen des Bevölkerungsschutzes und dem taktischen Zeichen für eine Drohne, stilisierten Flügeln

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat als zentrale koordinierende Stelle im Auftrag des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat zusammen mit Fachleuten aus dem Bevölkerungsschutz und der Luftfahrt Standards für einen flächendeckenden, organisationsübergreifenden und nach geltendem Recht sicheren Betrieb von Drohnen im Bevölkerungsschutz erarbeitet.

Die daraus entstandenen Empfehlungen für Gemeinsame Regelungen zum Einsatz von Drohnen im Bevölkerungsschutz sind als Handreichung für die Praxis im Juni 2019 in Kraft getreten und öffentlich zugänglich. Sie genießen hohe positive Resonanz; Hilfsorganisationen und das THW haben das Dokument als Dienstvorschrift übernommen.

Die Empfehlungen sehen eine Evaluierung zwei Jahre nach ihrem Inkrafttreten vor (Einleitung, Seite 9). In diesem Rahmen sollen Anregungen und Änderungswünsche geprüft, praktische Erkenntnisse eingearbeitet und auf bestehende oder auch zu erwartende rechtliche Änderungen auf EU- und nationaler Ebene eingegangen werden.

Das BBK koordiniert jetzt den Evaluierungsprozess der Empfehlungen und hat ARKAT als wichtigen Akteur im Bevölkerungsschutz in die Arbeitsgruppe Drohnen eingebunden.

Drohnenbeauftragter unseres Verbandes und Mitglied der Arbeitsgruppe beim BBK ist Florian Christoph Göstl vom Fernmeldezug Saarland, drohne@fernmeldezug.saarland. Wenn Sie sich an der Diskussion zu den Empfehlungen beteiligen möchten, wenden Sie sich gerne an Herrn Göstl.

Helfende Hand 2021: Jetzt bewerben

Auch im Jahr 2021 wird die Helfende Hand, der Förderpreis des Bundesinnenministeriums für Engagement im Bevölkerungsschutz, verliehen. Die Kategorien sind die gleichen wie jedes Jahr: Innovative Konzepte für organisatorische und technische Entwicklungen, Nachwuchsarbeit für die Gewinnung neuer Einsatzkräfte und Unterstützung des Ehrenamts für vorbildliche Unternehmen und Personen. Hervorragende Projekte, die sich in keiner dieser Kategorien wiederfinden, haben eine Chance auf einen Sonderpreis.

Bewerbungen sind noch bis 30. Juni möglich. Alle Informationen und das Bewerbungsformular gibt es auf www.helfende-hand-foerderpreis.de. Regieeinheiten, die sich bewerben möchten, können auch gerne vorab mit uns Kontakt aufnehmen.

Warum es sich lohnt, sich um die Helfende Hand zu bewerben, erklären uns Stephan Mayer, Staatssekretär im Bundesinnenministerium, und die Präsidentinnen und Präsidenten der Katastrophenschutz-Organisationen, am Ende auch Klaus-Dieter Kühn von ARKAT:

Infos jetzt auch per Newsletter

Wenn Sie Informationen zu ARKAT, den Regieeinheiten und aktuellen Entwicklungen im Bevölkerungsschutz aus erster Hand erhalten wollen, melden Sie sich jetzt für den ARKAT-Newsletter an. Er erscheint in unregelmäßigen Abständen je nach Anlass. Selbstverständlich beachten wir die Vorschriften des Datenschutzes. Insbesondere können Sie sich jederzeit wieder abmelden.

Helfende Hand 2020: Bewerbungszeitraum gestartet

Bereits zum zwölften Mal wird dieses Jahr der Förderpreis Helfende Hand in drei Kategorien vergeben:

Im Bereich Nachwuchsarbeit geht es nicht nur darum, junge Menschen für das Ehrenamt in den Hilfsorganisationen zu begeistern, sondern zum Beispiel auch ältere Menschen zu gewinnen, die sich mit ihrer Erfahrung einbringen.

In der Unterstützung des Ehrenamts suchen wir Unternehmen und Einrichtungen, die den ehrenamtlichen Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglichen und begleiten, aber auch Menschen, die das ehrenamtliche Engagement im Bevölkerungsschutz in besonderer Weise wertschätzen und fördern. 

Bei den innovativen Konzepten können sich alle bewerben, die moderne und außergewöhnliche Ideen haben und umsetzen, durch die die Einsatzfähigkeit des Bevölkerungsschutzes erhöht wird. 

Auch der Publikumspreis, für den Sie zu einem späteren Zeitpunkt abstimmen können, darf natürlich nicht fehlen. Der Bewerbungszeitraum läuft noch bis 5. Juli. Alle Informationen und das Bewerbungsformular gibt es auf www.helfende-hand-foerderpreis.de.

Katastrophenschutz-Stammtisch in Berlin

THW-Präsident Albrecht Broemme, Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, MdB, DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, ARKAT-Bundesvorsitzender Klaus-Dieter Kühn (v. l.). Foto: Gerd Friedsam, THW.

Auf Einladung von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht kamen Mitglieder des „Katastrophenschutz-Stammtisches“ am 18. Dezember 2019 im Informationszentrum des THW-Landesverbandes Berlin/Brandenburg/Sachsen-Anhalt in Berlin zusammen. In dem Format tauschen sich Politik, Behörden des Bundes und der Länder, Katastrophenschutzorganisationen und Vertreter der Wissenschaft regelmäßig über Entwicklungen im Bevölkerungsschutz aus. Besonderer Anlass des Treffens war die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) durch DLR-Vorstandsvorsitzende Professorin Dr. Pascale Ehrenfreund und den Präsidenten des THW Albrecht Broemme. So war auch die Ausweitung von Kooperationen zwischen Impulsgebern aus dem Katastrophenschutz und der Forschung eines der Hauptthemen der Veranstaltung, um gewachsenen Gefahren beispielsweise durch den Klimawandel und neuen Herausforderungen in der inneren und äußeren Sicherheit im öffentlichen Bewusstsein wieder höheren Stellenwert zu verleihen. Erstmals zu diesem Format eingeladen war auch der ARKAT-Bundesvorsitzende Klaus-Dieter Kühn. Er sprach Kompetenzen des Verbandes und beispielhafte Projekte mit ARKAT-Beteiligung in der Forschung für die zivile Sicherheit an. Die Hilfsorganisationen benötigen für ihre Aufgaben zunehmend technologische Unterstützung, die nur in enger Zusammenarbeit der Bedarfsträger mit Forschung und Wirtschaft zu leisten seien, waren sich DLR-Vorstand Ehrenfreund und Kühn einig.

Bericht über die Arbeit von ARKAT in der Crisis Prevention

Die Zeitschrift Crisis Prevention stellt aktuelle Entwicklungen im Bereich der Gefahrenabwehr dar. Auf Ihrem Internet-Portal ist soeben ein ausführlicher Bericht zur Arbeit von ARKAT erschienen. Der Bundesvorsitzende von ARKAT, Klaus-Dieter Kühn, berichtet darin unter anderem von den zukünftigen Herausforderungen für den Bevölkerungsschutz, denen sich die Regieeinheiten zusammen mit den anderen Akteuren stellen werden.

11 Jahre Förderpreis Helfende Hand: Jetzt bewerben

Bereits zum elften Mal wird der Bundesinnenminister am 18. November die „Helfende Hand“ vergeben. In den Kategorien Nachwuchsarbeit und Innovative Konzepte können sich Einrichtungen des Bevölkerungsschutzes mit ihren interessanten Projekten bewerben. Darüber hinaus werden Unternehmen oder Privatpersonen als Unterstützer des Ehrenamts ausgezeichnet. Bewerbungen sind noch bis zum 30. Juni möglich. Im Anschluss wird eine neunköpfige Jury, der auch der Bundesvorsitzende von ARKAT angehört, die preiswürdigsten Projekte bestimmen und über die Vergabe der Preisgelder von insgesamt 56.000 Euro entscheiden.

Technischer Experte von ARKAT bei EU-Katastrophenhilfe-Seminar

19 Katastrophenhelfer aus ganz Europa und Nordafrika trafen sich in Schloss Laubegg zum Seminar. Foto: Rotes Kreuz der Steiermark.
Gruppenfoto mit 22 Teilnehmern vor dem Schloss Laubegg

Manche Katastrophen überfordern die Reaktionsfähigkeit einzelner Staaten. Die Europäische Union und sechs angrenzende Länder haben sich deshalb zum Unions-Zivilschutzmechanismus UCPM (Union Civil Protection Mechanism) zusammengeschlossen, der unter anderem gegenseitige Unterstützung in der Katastrophenhilfe bietet. Viele Katastrophen erfordern Unterstützung durch besonders ingenieur- oder naturwissenschaftlich oder anderweitig technisch ausgebildete Fachkräfte. Für diese Personen bietet der UCPM mit dem Technical Experts Course eine Ausbildung, die sie befähigt, in Einsätzen des UCPM ihr Fachwissen einzubringen. An einem solchen Seminar hat jetzt ein Strahlenschutzexperte von ARKAT teilgenommen.

Gastgeber des siebentägigen Seminars Ende November war das Bildungs- und Einsatzzentrum des Roten Kreuzes der Steiermark in Laubegg bei Graz. Während der ersten zwei Tage beschäftigten sich die 19 Experten (darunter zum Beispiel auch Notärzte aus London und Athen, Waldbrandexperten aus Griechenland und Experten in Schiffsbrandbekämpfung aus den Niederlanden) mit der Bedeutung sozialer und personaler Kompetenz in der internationalen Katastrophenhilfe: Fähigkeiten in Teambildung sind in den Einsätzen wichtig, um sofort nach dem Eintreffen am Einsatzort leistungsfähig zusammenarbeiten zu können; interkulturelle Kompetenz ist die Voraussetzung für konfliktfreie Verständigung mit den anderen Teammitgliedern und den Akteuren des Einsatzgebiets; Stressbearbeitung ermöglicht ein psychisch gesundes Arbeiten in einem herausfordernden Umfeld.

Fachliche Themen des theoretischen Teils behandelten zum Beispiel die Vielzahl an Akteuren der internationalen Katastrophenhilfe, den Cluster-Mechanismus (die Aufteilung der Koordinierung der Katastrophenhilfe nach Fachgebieten) und den Host Nation Support (die Vorkehrungen der EU-Mitgliedsstaaten für Einsätze im eigenen Land). Erfahrene Einsatzkräfte der internationalen Katastrophenhilfe und humanitären Arbeit sorgten dafür, dass die Teilnehmer die Inhalte fachlich und didaktisch anspruchsvoll vermittelt bekamen.

Höhepunkt des Seminars war eine dreitägige Feldübung, in der die Teilnehmer in kleinen Gruppen alle gelernten Aspekte in Interaktion mit einer Vielzahl verschiedener Rollenspieler praxisnah umsetzen konnten. Ein Beispiel für den besonderen Realismus der Übung: In einer Videokonferenz stellten die Experten ihren Lagebericht dem tatsächlichen Schichtleiter des EU-Zentrums für die Koordination von Notfallmaßnahmen ERCC (Emergency Response Coordination Centre) vor.

Der Besuch des Seminars ermöglicht es deutschen Teilnehmern, im Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum des Bundes und der Länder als technischer Experte geführt und zukünftig bei Aktivierungen des UCPM angefragt zu werden. Wer sich als Mitglied einer Regieeinheit des Katastrophenschutzes sich in der internationalen Katastrophenhilfe engagieren möchte, kann sich beim Autor unter ausland@arkat-bund.de über die Voraussetzungen informieren.

Verleihung der Helfenden Hand 2018

Vorn von links: Prof. Dr. Michael Stricker, Mitglied des Bundesvorstandes des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB); Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK); Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV); Klaus-Dieter Kühn, Bundesvorsitzender ARKAT. Hinten von links: Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK); Margaret Sophie Gräfin von Bernstorff, Vizepräsidentin und Generaloberin des Malteser Hilfsdienstes; Stephan Mayer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI); Albrecht Broemme, Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW); Achim Haag, Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG); Dr. Frank-Jürgen Weise, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH). Foto: BBK.

In diesem Jahr wurde der Preis des Bundesministers des Innern, für Bau und Heimat (BMI) zur Förderung des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz „Helfende Hand“ zum zehnten Mal verliehen. Insgesamt wurden 18 Projekte aus allen Katastrophenschutzorganisationen ausgezeichnet.

Die Auszeichnung nahm der Parlamentarische Staatssekretär im BMI, Stephan Mayer, im Rahmen eines Festaktes am 3. Dezember im Berliner Museum für Kommunikation vor. Moderiert wurde die Veranstaltung von der ZDF-Journalistin Aline Abboud.

Mit dabei auch der Bundesvorsitzende der Organisation der Regieeinheiten/-einrichtungen der Katastrophenschutzbehörden (ARKAT) Klaus-Dieter Kühn aus Braunschweig. Er ist Mitglied der Jury und hat gemeinsam mit den Spitzen der im deutschen Katastrophenschutz mitwirkenden Organisationen den Gewinnerinnen und Gewinnern persönlich gratuliert und damit die besondere Wertschätzung ihres ehrenamtlichen Engagements im Bevölkerungsschutz zum Ausdruck gebracht.

Im Rahmen des Bühnengesprächs mit der Präsidentin und den Präsidenten der Organisationen hob Kühn den Mehrwert ehrenamtlicher Mitwirkung im Bevölkerungsschutz hervor. So seien für die Ehrenamtlichen der Erwerb zusätzlicher Qualifikationen und Fähigkeiten in Fragen der Führung, Organisation, Kommunikation, Teambildung und sozialer Kompetenzen für diese im Beruf wie auch für Unternehmen und Gesellschaft insgesamt eine Win-Win-Situation.

Seitens der ARKAT nahmen der stellvertretende Bundesvorsitzende Oliver Meisenberg, der Leiter der Zentralen Leitstelle im Landkreis Marburg-Biedenkopf, Maik Klein, und die Leiterinnen und Leiter der Regieeinheiten der Notfallseelsorge und Krisenintervention Brandenburgs, Undine Kroschel (LK Oberhavel), Jörg Reichert (Stadt Potsdam) und Holger Dymke (LK Oder-Spree/Frankfurt (Oder)) teil.

Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte

Der Deutsche Feuerwehrverband hat in seiner Delegiertenversammlung im September 2018 eine Resolution beschlossen, die zu Respekt vor Einsatzkräften aufruft und verbale und tätliche Gewalt gegen Helfer verurteilt. ARKAT schließt sich dieser Resolution vollumfänglich an. Auch wir fordern von den Menschen, denen wir Hilfe leisten, wie von allen anderen Personen im Umfeld unserer Einsätze, unsere Arbeit bestmöglich zu unterstützen, statt sie zu behindern und uns zu gefährden. Die Resolution kann auf der Website des Deutschen Feuerwehrverbandes heruntergeladen werden: www.feuerwehrverband.de/keinegewalt.html

Workshop zur Weiterentwicklung des Ehrenamts

Ergebnisse einer Diskussion zum Thema "staatliche Anreize", darunter zum Beispiel Auslandstätigkeiten, Ehrenzeichen, Bildungsurlaub

Zusammen mit Vertretern der anderen Organisationen des Bevölkerungsschutzes diskutierte der 2. Vorsitzende von ARKAT beim Pilotworkshop „Nachhaltigkeit im Ehrenamt“ zwei Tage lang Aspekte der zukünftigen Entwicklung des Ehrenamts. In verschiedenen Kleingruppen wurden Fragen wie mögliche staatliche Anreize für ehrenamtliches Engagement oder die Integration bisher unterrepräsentierter Teile der Bevölkerung besprochen. Die Diskussionsergebnisse dienen als Grundlage für zukünftige, weiterführende Veranstaltungen an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz in Ahrweiler.

Verleihung der Helfenden Hand 2017 und Mitgliederversammlung

Klaus-Dieter Kühn (ARKAT) und Oliver Meisenberg (ABC-Zug München-Land) stellen Christoph Unger (Präsident des BBK) und Dr. Günter Krings (parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesinnenminister) das Projekt VirtuRAD vor.
Klaus-Dieter Kühn, Oliver Meisenberg, Christoph Unger und Günter Krings diskutieren

Gleich zweimal waren bei der Verleihung der Helfenden Hand, dem Förderpreis des Bundesinnenministers für herausragende Projekte des Bevölkerungsschutzes, Vertreter von Regieeinheiten auf der Bühne. Ein Sonderpreis für innovative technische Entwicklungen ging an das Projekt VirtuRAD des ABC-Zugs München-Land. Und in der Kategorie "Unterstützung des Ehrenamtes" wurde der zweite Preis an das Unternehmen Dräger aus Lübeck verliehen, das vom ABC-Zug München-Land vorgeschlagen wurde.
 
VirtuRAD ist eine Entwicklung des ABC-Zugs des Landkreises München, die realistische Übungen im Strahlenschutz ermöglicht. Während in Einsätzen die Einsatzkräfte starker Strahlung ausgesetzt sein können und darauf richtig reagieren müssen, ist das in Übungen nicht möglich. VirtuRAD ersetzt echte Strahlung durch computersimulierte Messwerte und lässt so Einsatzkräfte Übungen im Strahlenschutz wirklichkeitsnah erleben.
 
Die Dräger Safety AG & Co. KGaA unterstützt den Katastrophenschutz regelmäßig durch Spenden von Schutzanzügen. So konnten 2017 mehrere Einheiten des ABC-Schutzes und des Veterinärdienstes Chemikalien- und Infektionsschutzanzüge erhalten, die jetzt in Einsätzen und Übungen verwendet werden können. Durch diese Unterstützung wird gewährleistet, dass die Einheiten nicht an der Sicherheit der Einsatzkräfte sparen müssen.
 
Eingerahmt wurde die Preisverleihung durch ein unterhaltsames Programm mit Musik, warmem Buffet und der Gelegenheit zu interessanten Gesprächen. So nutzten aus dem Bereich der Regieeinheiten beispielsweise auch Vertreterinnen und Vertreter des Fernmeldezuges Saarpfalz und der Notfallseelsorge Brandenburg die Gelegenheit, sich mit den anderen Akteuren des Bevölkerungsschutzes auszutauschen.

Vertreter des Fernmeldezuges Saarpfalz, der Notfallseelsorge Brandenburg und des ABC-Zugs München-Land umrahmen den Bundesvorsitzenden von ARKAT, Klaus-Dieter Kühn.
mehrere Personen vor dem Logo der Helfenden Hand

Bereits am Vortag fand die Mitgliederversammlung des ARKAT-Bundesverbandes statt. Klaus-Dieter Kühn berichtete von den Aktivitäten des vergangenen Jahres, beispielsweise der Mitwirkung an der neuen Konzeption zivile Verteidigung und der Einrichtung von Landesbeauftragten bei ARKAT, und wurde anschließend im Amt des Bundesvorsitzenden bestätigt. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Oliver Meisenberg und Patrick Hans gewählt. Ebenfalls einstimmig in den Vorstand gewählt wurden Bernd Ebeling (Geschäftsführer), Marco Herschlein (Schatzmeister) und Christian Müller (Schriftführer).