Titelgrafik: verschiedene Aufgaben von Regieeinheiten: UG ÖEL, Hochwassereinsatz, ABC

Verleihung der Helfenden Hand 2018

Vorn von links: Prof. Dr. Michael Stricker, Mitglied des Bundesvorstandes des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB); Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK); Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV); Klaus-Dieter Kühn, Bundesvorsitzender ARKAT. Hinten von links: Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK); Margaret Sophie Gräfin von Bernstorff, Vizepräsidentin und Generaloberin des Malteser Hilfsdienstes; Stephan Mayer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI); Albrecht Broemme, Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW); Achim Haag, Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG); Dr. Frank-Jürgen Weise, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH). Foto: BBK.

In diesem Jahr wurde der Preis des Bundesministers des Innern, für Bau und Heimat (BMI) zur Förderung des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz „Helfende Hand“ zum zehnten Mal verliehen. Insgesamt wurden 18 Projekte aus allen Katastrophenschutzorganisationen ausgezeichnet.

Die Auszeichnung nahm der Parlamentarische Staatssekretär im BMI, Stephan Mayer, im Rahmen eines Festaktes am 3. Dezember im Berliner Museum für Kommunikation vor. Moderiert wurde die Veranstaltung von der ZDF-Journalistin Aline Abboud.

Mit dabei auch der Bundesvorsitzende der Organisation der Regieeinheiten/-einrichtungen der Katastrophenschutzbehörden (ARKAT) Klaus-Dieter Kühn aus Braunschweig. Er ist Mitglied der Jury und hat gemeinsam mit den Spitzen der im deutschen Katastrophenschutz mitwirkenden Organisationen den Gewinnerinnen und Gewinnern persönlich gratuliert und damit die besondere Wertschätzung ihres ehrenamtlichen Engagements im Bevölkerungsschutz zum Ausdruck gebracht.

Im Rahmen des Bühnengesprächs mit der Präsidentin und den Präsidenten der Organisationen hob Kühn den Mehrwert ehrenamtlicher Mitwirkung im Bevölkerungsschutz hervor. So seien für die Ehrenamtlichen der Erwerb zusätzlicher Qualifikationen und Fähigkeiten in Fragen der Führung, Organisation, Kommunikation, Teambildung und sozialer Kompetenzen für diese im Beruf wie auch für Unternehmen und Gesellschaft insgesamt eine Win-Win-Situation.

Seitens der ARKAT nahmen der stellvertretende Bundesvorsitzende Oliver Meisenberg, der Leiter der Zentralen Leitstelle im Landkreis Marburg-Biedenkopf, Maik Klein, und die Leiterinnen und Leiter der Regieeinheiten der Notfallseelsorge und Krisenintervention Brandenburgs, Undine Kroschel (LK Oberhavel), Jörg Reichert (Stadt Potsdam) und Holger Dymke (LK Oder-Spree/Frankfurt (Oder)) teil.

Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte

Der Deutsche Feuerwehrverband hat in seiner Delegiertenversammlung im September 2018 eine Resolution beschlossen, die zu Respekt vor Einsatzkräften aufruft und verbale und tätliche Gewalt gegen Helfer verurteilt. ARKAT schließt sich dieser Resolution vollumfänglich an. Auch wir fordern von den Menschen, denen wir Hilfe leisten, wie von allen anderen Personen im Umfeld unserer Einsätze, unsere Arbeit bestmöglich zu unterstützen, statt sie zu behindern und uns zu gefährden. Die Resolution kann auf der Website des Deutschen Feuerwehrverbandes heruntergeladen werden: www.feuerwehrverband.de/keinegewalt.html

Workshop zur Weiterentwicklung des Ehrenamts

Ergebnisse einer Diskussion zum Thema "staatliche Anreize", darunter zum Beispiel Auslandstätigkeiten, Ehrenzeichen, Bildungsurlaub

Zusammen mit Vertretern der anderen Organisationen des Bevölkerungsschutzes diskutierte der 2. Vorsitzende von ARKAT beim Pilotworkshop „Nachhaltigkeit im Ehrenamt“ zwei Tage lang Aspekte der zukünftigen Entwicklung des Ehrenamts. In verschiedenen Kleingruppen wurden Fragen wie mögliche staatliche Anreize für ehrenamtliches Engagement oder die Integration bisher unterrepräsentierter Teile der Bevölkerung besprochen. Die Diskussionsergebnisse dienen als Grundlage für zukünftige, weiterführende Veranstaltungen an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz in Ahrweiler.

Verleihung der Helfenden Hand 2017 und Mitgliederversammlung

Klaus-Dieter Kühn (ARKAT) und Oliver Meisenberg (ABC-Zug München-Land) stellen Christoph Unger (Präsident des BBK) und Dr. Günter Krings (parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesinnenminister) das Projekt VirtuRAD vor.
Klaus-Dieter Kühn, Oliver Meisenberg, Christoph Unger und Günter Krings diskutieren

Gleich zweimal waren bei der Verleihung der Helfenden Hand, dem Förderpreis des Bundesinnenministers für herausragende Projekte des Bevölkerungsschutzes, Vertreter von Regieeinheiten auf der Bühne. Ein Sonderpreis für innovative technische Entwicklungen ging an das Projekt VirtuRAD des ABC-Zugs München-Land. Und in der Kategorie "Unterstützung des Ehrenamtes" wurde der zweite Preis an das Unternehmen Dräger aus Lübeck verliehen, das vom ABC-Zug München-Land vorgeschlagen wurde.
 
VirtuRAD ist eine Entwicklung des ABC-Zugs des Landkreises München, die realistische Übungen im Strahlenschutz ermöglicht. Während in Einsätzen die Einsatzkräfte starker Strahlung ausgesetzt sein können und darauf richtig reagieren müssen, ist das in Übungen nicht möglich. VirtuRAD ersetzt echte Strahlung durch computersimulierte Messwerte und lässt so Einsatzkräfte Übungen im Strahlenschutz wirklichkeitsnah erleben.
 
Die Dräger Safety AG & Co. KGaA unterstützt den Katastrophenschutz regelmäßig durch Spenden von Schutzanzügen. So konnten 2017 mehrere Einheiten des ABC-Schutzes und des Veterinärdienstes Chemikalien- und Infektionsschutzanzüge erhalten, die jetzt in Einsätzen und Übungen verwendet werden können. Durch diese Unterstützung wird gewährleistet, dass die Einheiten nicht an der Sicherheit der Einsatzkräfte sparen müssen.
 
Eingerahmt wurde die Preisverleihung durch ein unterhaltsames Programm mit Musik, warmem Buffet und der Gelegenheit zu interessanten Gesprächen. So nutzten aus dem Bereich der Regieeinheiten beispielsweise auch Vertreterinnen und Vertreter des Fernmeldezuges Saarpfalz und der Notfallseelsorge Brandenburg die Gelegenheit, sich mit den anderen Akteuren des Bevölkerungsschutzes auszutauschen.

Vertreter des Fernmeldezuges Saarpfalz, der Notfallseelsorge Brandenburg und des ABC-Zugs München-Land umrahmen den Bundesvorsitzenden von ARKAT, Klaus-Dieter Kühn.
mehrere Personen vor dem Logo der Helfenden Hand

Bereits am Vortag fand die Mitgliederversammlung des ARKAT-Bundesverbandes statt. Klaus-Dieter Kühn berichtete von den Aktivitäten des vergangenen Jahres, beispielsweise der Mitwirkung an der neuen Konzeption zivile Verteidigung und der Einrichtung von Landesbeauftragten bei ARKAT, und wurde anschließend im Amt des Bundesvorsitzenden bestätigt. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Oliver Meisenberg und Patrick Hans gewählt. Ebenfalls einstimmig in den Vorstand gewählt wurden Bernd Ebeling (Geschäftsführer), Marco Herschlein (Schatzmeister) und Christian Müller (Schriftführer).